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Unter dem Namen Kombinationstherapie gegen Arthrose hat sich die Methode nach Prof. Dr. Peter Billigmann als konservative Therapie einen Namen gemacht. Dabei werden erstmals zwei bereits in der Arthrosebehandlung bewährte Wirkstoffe gezielt aufeinander abgestimmt und eingesetzt. Es kommt zu einem sogenannten synergistischen Effekt, wobei sich die Wirkstoffe gegenseitig erg�nzen und verstärkt einlagern und somit im Vergleich zur Monotherapie zu einer deutlichen Beschwerdebesserung sowie l�ngeren Beschwerdefreiheit f�hren. Zusätzliche individuelle Verbesserung kann durch die Substitution bestimmter Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente nach vorheriger Blutanalyse erreicht werden.
Arthrose: Basisleitfaden
"Jeder Mensch entwickelt Arthrosen - sofern er sie erlebt!" ( L. Fischer )
Die Arthrose als degenerative Gelenkerkrankung mit entz�ndlich aktivierten Phasen erfordert eine Therapie, die Schmerz und Entzündung bekämpft, die Progredienz des degenerativen Prozesses hemmt und gegebenenfalls Defizite ausgleicht.
| Klassifizierung der Arthrose (histologisch-anatomisch; nach Outerbridge) |
| normaler Knorpel |
Knorpelmalazie bei intakter Oberfl�che |
Knorpell�sionen durch oberfl�chliche
Fibrillationen |
Fissuren bis in die Matrix reichend |
Der Knorpeldefekt erstreckt sich bis auf die subchondrale Platte und dar�ber hinaus. |
| Grad 0 |
Grad I |
Grad II |
Grad III |
Grad IV |
| Klinik |
| subklinische (unspezifische) Zeichen |
belastungsab-
h�ngige Schmerzen; Crepitatio, MRT-Nachweis |
wie II; zus�tzlich chronische Gelenkschmerzen, Schwellungsneigung, r�ntgenologische Ver�nderungen |
wie III; zus�tzlich Teilsteifigkeit, sekund�re Fehlkonfigurationen |
| operative Therapie |
| keine |
Lavage und Debridement |
knochenmarkstim-
ulierende Techniken, osteochondrale Trans-
plantate, Chondrozy-
tentransplantation,
Weichteiltransplantate, zellul�re und k�nstliche Transplantation
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| konservative Therapie |
| a) Ausgleich potentieller Defizite |
je nach individueller Ausgangssituation
Substitution von:
- Spurenelementen (Zink, Selen)
- Vitaminen (Vitamin-B-Komplex, Vitamin E)
- Aminos�uren (Glutathion, Cystein, Glycin,
Arginin, Ademetionin) |
| b) Schmerztherapie (Symptomlinderung; Pr�vention der Schmerzchronifizierung) |
Wegen ihres Chronifizierungspotentials m�ssen Schmerzen eingreifend behandelt werden!
- muskuloskelettale Schmerzen: Flupirtin
- entz�ndliche Schmerzen (aktivierte Arthrose): Ademetionin, NSAR (vorzugsweise COX-II-Hemmer), Kortikosteroide
- Interleukin-Rezeptor-Antagonist-Protein (IRAP)
- starke Schmerzen: Opioidanalgetika
in Abh�ngigkeit von Schmerzart und Schmerzst�rke auch Kombinationen |
| c) Basistherapie |
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keine
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Glucosaminsulfat
(Ademetionin) |
in Kombination (oder allein):
intraartikul�r Hyalurons�ure
und Ademetionin
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keine
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| d) physikalische und physiotherapeutische Ma�nahmen |
| individuell zugeschnitten, z. B. Krankengymnastik, Physiotherapie, Balneotherapie, W�rme, K�lte, Gewichtsreduktion, Belastungsoptimierung, Gelenkstabilisierung durch externe Mittel |
Veröffentlicht: Medizin im Bild 2/2000, Zeitschrift für Diagnostik, Therapie u. Fortbildung.
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